Sao Paulo

Seit gut einer Woche bin ich jetzt schon in Sao Paulo, der größten Stadt auf der südlichen Erdhalbkugel.
Bekannt ist die 23 Millionen Metropole als wichtigstes Wirtschafts-, Finanz- und Kulturzentrum des Landes. Den wirtschaftlichen Schwerpunkt kann ich nur bestätigen, es gibt unglaublich viele Geschäftsleute auf den Straßen die von einem zum nächsten Meeting eilen, in Restaurant essen und nach der Arbeit in Bars gehen.

Viele Museen, Parks und Kultureinrichtungen wie Theater gibt es auch.
Ansonsten gibt es eher wenig in der Stadt zu sehen, die Architektur ist mit einigen künstlerischen Ausnahmen eher langweilig/normal.

Buenos Aires 3.0

Das vergangene Wochenende bin ich zum dritten Mal nach Buenos Aires gefahren, da am Mittwoch von hier mein Flug nach Brasilien geht.
Ich wollte unbedingt noch einmal am Sonntag auf den San Telmo Markt gehen, wo Leute alle möglichen (Handgefertigten) Sachen verkaufen. Und es hat sich gelohnt – ich habe so einiges gekauft…

Am Montag war dann auch hier der Tag der Arbeit (1. Mai) und auch hier haben deshalb alle frei, beziehungsweise (aus der Sicht eines Touristen) hat alles geschlossen.
Deshalb bin ich mit ein paar Leuten, die ich bei meinen letzten Aufenhalten kennengelernt habe und die hier in der Stadt studieren oder arbeiten, raus aus der Stadt gefahren – zu einem super schönen Park mit Strand und vielen Sport Möglichkeiten.

Eine touristische Sehenswürdigkeit mehr habe ich mir dann doch noch angeguckt: Ein altes Theater welches zu einem Buchladen umfunktioniert wurde.

 

Und natürlich war ich auch wieder ein bisschen feiern, denn Buenos Aires hat eines der besten Nightlifes Südamerikas.

Cordoba

Nach meinem Aufenthalt in Rosario bin ich problemreich (Bus verpasst, keine Taxis und fast das Hostel nicht gefunden) nach Cordoba, die zweit größte Stadt Argentiniens, gefahren.

Auch in Cordoba ging es holprich weiter: Ich wollte einen Naturschutzpark besuchen, die Busse sind jedoch wegen einem Feiertag nicht gefahren. Eine Stadtführung habe ich verpasst, da mein Hostel-Besitzer über die Zeiten falsch informiert war und geregnet hat es auch noch.
Das einzige was meinen Aufenthalt gerettet hat waren Churros <3
Diese habe ich auf einem Handwerks-/Flohmarkt gefunden.

Ein sehr interessantes Museum, in dem argentinische Künstler ausstellen habe ich auch noch per Zufall gefunden. Und eins weiß ich jetzt: Die Argentinier sind echt kreativ!
Ob es nun moderne Strichzeichnungen, Vogelkäfige mit Wellensittichen die durch ihre bloße Präsenz Kunst kreieren, nackte Körper in allen Möglichen Abbildungen sind oder komische Figuren sind.

La Bomba de Tiempo

Buenos Aires hat eine sehr große Kunst und Musik Szene. So finden fast täglich irgndwo in den Studenten Gegenden Konzerte statt. Die Musik variiert dabei von Lateinamerikanischen Salsa oder Reggeton Rhytmen über Klassisches hin zu Ausgefallenem und Exotischem.

Natürlich konnte ich es mir nicht entgehen lassen auch eines dieser Konzerte zu besuchen, so bin ich mir einer kleinen Gruppe von Leuten aus meinem Hostel zur Show der Zeitbombe („Bomba de Tiempo“) gegangen. Dies ist eine Gruppe von Freunden die wöchentlich ein „Trommel-Konzert“ geben, inspiriert durch die afrikanischen Einwanderer und alles improvisiert.

 

Buenos Aires

Mein Start in der Hauptstadt Argentiniens war ein bisschen holprig – als Mama da war hatten wir irgendwie mit allem Pech: dem Essen, dem viel zu warmen Wetter, Stadtrubdfahrten und Taxis. Buenos Aires hat uns dementsprechend nicht so gut gefallen.

Diese Ansicht hat sich in der letzten Woche in der ich wieder alleine am reisen war geändert. BA (Abkürzung für Buenos Aires) hat super viele und total unterschiedliche Nachtbarschaften in denen es neben Märkten, alten im französischen Stil erbauten Häusern und vielen Parks auch viel Staßenkunst und -musik entdecken kann.

Eine Besonderheit der Stadt ist mit Sicherheit das Essen – denn anders als gedacht wird nicht (umbedingt) täglich ein Steak gegessen sondern hauptsächlich Empanadas und Pizza!!

Obwohl BA eine riesige Stadt ist und ich mit Sicherheit nicht mal annähernd die Hälfte gesehen habe bin ich jetzt schon froh wieder in eine etwas übersichtlichere Stadt zu gehen – Rosario.

 

 

Santiago

Die Hauptstadt Chiles – Santiago – durfte auf meiner Reise natürlich auch nicht fehlen. Nicht nur weil ich einigen Freunden versprochen hatte sie dort zu besuchen sondern auch weil Mama am 05.02 dort angekommen ist.

Nachdem ich sie am Flughafen abgeholt habe und wir ins Hostel (Doppelzimmer mit eigenem Bad – ist schon etwas angenehmer als ein 12 Mann-Dorm) eingecheckt hatten haben wir einen typischen Burger gegessen und den Tag mit ein paar chilenischen Cocktails ausklingen lassen.
Am nächsten Tag haben wir einen Stadtrundgang mitgemacht und sind danach mit einer Gondel auf einen Berg hoch gefahren um über die ganze Stadt zu schaun.

Am Dienstag ging es dann weiter nach Valparaiso, wo am Donnerstag unser Kreuzfahrtschiff Richtung Patagonien ablegen wird.

Maras & Moray

Im Valley Sagrado, so wird die Umgebung von Cusco genannt wo viele Inka Ruinen gefunden wurden, habe ich die Maras Salzmienen und die kreisrunde Terassenanlage Moray besucht.

Auf dem Weg dorthin haben wir einen Stop in einem kleinen Dorf gemacht wo uns die Einheimischen gezeigt haben wie sie die Alpacka/Lama Wolle mit natürlichen Farben einfärben, zu Wollfäden und später zu Stoffen/Kleidung verarbeiten.

Danach ging es nach Moray wo die Inka eine beeindruckende Anlage für Agrikultur geschaffen haben: in einem ausgezeichneten See haben sie kreisrunde Terrassen gebaut, in dessen Stufen jeweils ein anderes Mikroklima herrscht. Dies sorgte zur Inka Zeit bis vor 50 Jahren dafür, dass die unterschiedlichsten Sachen (Kartoffeln, Quinoa, Früchte…) an einem Ort angebaut werden konnten obwohl sie andere Ansprüche an ihre Umgebung stellen.

Danach ging es zu den Maras Salzterassen, welche ebenfalls von den Inkan gebaut aber heute immer noch zur Herstellung von Salz genügt werden. Aus Thermal Quellen kommt ein warmer und salzhaltigen Fluss, der systematisch geregelt in die kleinen Becken der Terrassen fließt. Nach, einigen Tagen in denen die Sonne das Wasser verdampft, kann das Salz einfach heraus genommen werden. Es heißt, dass dieses Salz besonders gesund sein soll, darum wird es neben dem würzen auch in Medizin und heilenden Bädern verwendet.

Meine Ankunft in Chiclayo/Pimentel

Am Freitag bin ich von Lima nach Chiclayo geflogen, da ich hier meinen Sprachkurs im Vorort Pimentel machen werde.
Pimentel ist der Badeort und Surfspot Chiclayos, mit einer Strandpromenade fast direkt vor der Tür meiner Unterkunft. Diese ist sehr einfach und ich teile mir ein Zimmer mit drei weiteren deutschen Mädchen, die ich leider noch nicht kennen lernen konnte, da sie alle auf einem Ausflug über dem Wochenende sind.
Nahe Chiclayo gibt es viele Sehenswürdigkeiten, wie mehrere Museen und Ausgrabungsstätten von Pyramiden und Ruinen der  indigenen Kulturen. Eine historische Bedeutung hat auch die Stadt Cajamarca, in der 1532 die spanischen Eroberer das Gefolge des Inker-Herrschers Atahualpa in einer Schlacht besiegten. Außerdem wurde in dieser Stadt der letzte Inka von den Spaniern getötet und es gibt warme thermal Bäder.

Am Montag fängt mein Sprachkurs an der zwei oder drei Wochen gehen wird. Außerdem mache ich eine Cultural-Week hier in Pimentel/Chiclayo, also eine Woche in der mir die Umgebung und alle Sehenswürdigkeiten gezeigt werden.
Danach geht es für mich weiter nach Cajamarca, wo ich ein Praktikum in einer Firma machen werde, die für die Goldminen hauptsächlich im Bereich Bau und Konstruktion arbeitet.
Aber das kann sich auch alles noch 10Mal ändern.. Die Organisation sowie die Peruaner an sich sind wirklich sehr flexibel um nicht unzuverlässig zu sagen…